Testbericht Sea Ray 19 SPX OB

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Ausgabe 9/2015
SCHWARZ-ROTER FAHRSPASS

Sea Ray brachte zwei attraktive Bowrider auf den Markt. SKIPPER wollte wissen, ob die Innenborder-Version 19 SPX oder die Außenborder-Variante mit dem Namenszusatz OB die Nase vorn hat. Unlängst bot sich die Gelegenheit zu einem Doppeltest.

Die einheitlich 5,94 m langen und 2,54 m breiten Markengefährtinnen werden für den europäischen Markt in einer renommierten Werft in Polen gebaut. Dies geschieht nach strengen Qualitätsvorgaben des traditionsreichen US-Herstellers.

Die beiden Modelle unterscheiden sich besonders bei der Badeplattform. Während die mit Innenborder betriebene 19er mit einer durchgängigen Plattform mit den Abmessungen 244 x 56 cm aufwartet, sind rechts und links neben dem Außenborder der 19 SPX OB zwei Stege à 82 x 57 cm zu finden. Die vierstufige Badeleiter ist backbordseitig untergebracht.

Die vom Mercury-Außenborder befeuerte »Black Beauty« verfügt dort, wo sonst die Einbaumaschine sitzt, über ein gewaltiges Stauvolumen. Dezent getönte Echtglasscheiben gewähren dem Steuermann in sitzender Position einen perfekten Windschutz. Die gemäß der CE-Zertifizierung C Testkandidatin ist für acht Personen zugelassen.

Bei böigem Wind und heftigem Wellengang auf dem »schwäbischen Meer« werden die Laufeigenschaften der 1.150 kg schweren Sea Ray 19 SPX OB getestet. Noch im Hafen wird bei 800 min-1 eine Minimalgeschwindigkeit von 3,2 kn gestoppt. Infolge des ideal abgestimmten aufpreispflichtigen High-Five-Propellers neigt das Boot in langsamer Fahrt nicht zum gleitertypischen Gieren. Der einzige Nachteil der fünfblättrigen Schraube ist der nicht unerhebliche Radeffekt im Rückwärtsgang. Ansonsten lassen sich sämtliche Manöver im Standgas sauber und direkt fahren. Bewundernswert ist auf jeden Fall die »klapperfreie« Verarbeitung des Sonnensegels samt Gestänge. Auch die bodenseetaugliche Motorisierung von 73,6 kW (100 PS) ist für dieses Boot ausreichend und lässt keinerlei Fahrspaß vermissen.

Die Sea Ray überzeugt durch sichere Laufeigenschaften und das einfache Handling. Lediglich der kleine Sprittank mit nur 113 Litern Fassungsvermögen fällt negativ ins Gewicht.

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